"Es war am Anfang ganz schön gewöhnungsbedürftig: sich selber zuhören! Das ist überhaupt nicht so normal, wie man denken könnte. Es ist ungewohnt und oft sehr fremd. Was es bringt? Daß die Stimme darauf reagiert, daß jetzt, nach acht Monaten, nichts mehr kiekst oder knarzt beim Sprechen. Und daß ich wieder Lust bekommen habe im Chor zu singen."    (Andreas, 36)

"Wenn ich jetzt singe, bin ich auf eine ganz besondere Weise bei mir. Am Auffälligsten ist das auf der Bühne. Lampenfieber habe ich immer noch, aber anders. Es macht mich nicht schwächer, sondern stärker. Auch, weil ich mir auf der Bühne heute nichts mehr beweisen muß. Ich habe mir bewiesen, daß ich aus dem Druck herausfinde, der mir die Stimme ruiniert hat. Das reicht. Meine Stimme ist heute beweglicher und strahlender als vor zwanzig Jahren. Und es kommt viel mehr 'rüber."    (Dorothea, 51)

"Manchmal muß ich weinen. Aber es ist geil! Singen ist keine Maloche mehr, sondern wie verliebt sein. Suchtgefahr!"
(Sonja, 28)

weiter>>

Erfahrungen

"Himmel!
Oh, mein Gott, war ich das?! Das war ja laut! ...erschütternd! Das war als hätte wer hinter mir gestanden und gesungen, ein Riesenmensch!
Aber die Ohren fanden das toll. Mir ist ganz heiß! ...Und die Knie zittern. Aber beim Singen, das war ganz verrückt, da habe ich überhaupt nicht gespürt, daß ich jetzt singe! ...also, was ich hier erlebe mit meiner Stimme, das ...das kann ich gar nicht beschreiben.
Es ist gut, jedenfalls."
    (Gabi, 35)

"Das Ohrgeräusch? ...ja, mein Pfeifkessel (lacht) der ist ganz leise jetzt ...wie weit, weit weg.
...Das ist ja toll, Mensch!
Aber so gesungen ...habe ich , glaube ich, noch nie. Na als Kind vielleicht ...Da ist ganz viel Freude in der Brust jetzt.
...Dass so was geht ...Dass ich das bin!?"
    (Joachim, 30)

"Ich könne eben nicht singen, hat man mir schon als Kind gesagt. Das glaubt man ja irgendwann und verstummt. Aber die Sehnsucht war immer da: Ich will singen! Jetzt singe ich schon ab und an zuhause, nicht nur im Unterricht. Es passiert viel Chaos mit meiner Stimme, aber sie wird lebendiger. Ich werde lebendiger."    (Beate, 43)