Hohe Töne werden zum Streßfaktor, die Stimme ist nicht mehr so belastbar, bricht auch mal weg. Häufige Heiserkeit kommt vielleicht hinzu. Noch läßt sich manches überspielen. Aber die Angst vor dem Versagen ist da. Sie treibt zu Klimmzügen, die mit der Zeit immer größere Teile des Funktionskreises Stimme in Mitleidenschaft ziehen. Die Krise ist da. Und jetzt?
Der Klangweg gibt darauf eine positive Antwort. Er bietet mit seiner kompromisslosen Orientierung an der Wahrnehmung der eigenen Stimme einen nachhaltigen Entwicklungsweg für alle Stufen sängerischer Kompetenz an. Vorgefaßte Konzepte davon wie "es" klingen muss, werden dem gegenübergestellt, was im Augenblick zu hören ist. Da werden Überaschungen möglich! Und jede bewusst erlebte Veränderung der Klangqualität dient als Leuchtfeuer für eine neue Koordination der Stimmfunktion.
Alle im Lauf des Sängerlebens erworbenen Strategien können vom Klang als unbestechlicher Instanz durchleuchtet und auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft werden. Der Klang kann schließlich unabhängige Ordnungsstrukturen ausbilden, die auch ein brüchig gewordenes Korsett muskulärer Kontrolle ersetzen können, ohne damit neue Abhängigkeiten zu schaffen.