Es war am Anfang ganz schön gewöhnungsbedürftig: sich selber zuhören! Das ist überhaupt nicht so normal, wie man denken könnte. Es ist ungewohnt und oft sehr fremd. Was es bringt? Daß die Stimme darauf reagiert, daß jetzt, nach acht Monaten, nichts mehr kiekst oder knarzt beim Sprechen. Und daß ich wieder Lust bekommen habe im Chor zu singen.           (Andreas, 36)

Wenn ich jetzt singe, bin ich auf eine ganz besondere Weise bei mir. Am Auffälligsten ist das auf der Bühne. Lampenfieber habe ich immer noch, aber anders. Es macht mich nicht schwächer, sondern stärker. Auch, weil ich mir auf der Bühne heute nichts mehr beweisen muß. Ich habe mir bewiesen, daß ich aus dem Druck herausfinde, der mir die Stimme ruiniert hat. Das reicht. Meine Stimme ist heute beweglicher und strahlender als vor zwanzig Jahren. Und es kommt viel mehr 'rüber.           (Dorothea, 51)

Manchmal muß ich weinen. Aber es ist geil! Singen ist keine Maloche mehr, sondern wie verliebt sein. Suchtgefahr!           (Sonja, 28)