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Wissen geschieht jenseits von Worten und Gedanken. Da geht es nicht um Gelehrsamkeit und Bücherwissen das zu allem und jedem etwas zu sagen hat. Auch nicht um ein Wissen von richtig oder falsch, das so oft auf dem Urteil Anderer beruht. Ich meine Wissen, das keine Erlaubnis und keinen Beifall braucht, das nur da ist, jetzt, ohne jeden Zweifel. Wirkliches Wissen geschieht, wo das Urteilen aufhört und der Wahrnehmung erlaubt wird, einfach zu sein.
Ein unglaublicher Schlüssel zu diesem Wissen ist das Lauschen in den Klang der eigenen Stimme. So unmittelbar und berührend dieses Erleben immer von Neuem ist, so reich sind die Empfindungswelten die sich darüber auftun. Lernen vom Klang der eigenen Stimme bedeutet Erweitern und Vertiefen des Bewußtseins.
Es gibt darin kein richtig und kein falsch, nur die Wahrheit und Größe des Augenblicks: In jedem Klang wartet ein neuer Kosmos auf seine Entdeckung. Kein Wunder, wenn das Bedürfnis zu singen durch diese Erfahrung wächst. Und wenn sich dabei ganz beiläufig die Stimme zu einem volltönenden, lebendigen Ausdrucksinstrument entwickelt, welche Freude!
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